Kategorie für die Testimonials.

Manfred Albers, Bankfachwirt

Damit fing eigentlich alles an, 1974 mein erstes Jahr in Berlin, mein erster Kontakt zu den Amerikanern.

Zugegeben – es was ein buntes Bild vom American Way of Life was mir hier vermittelt wurde. Aber es lässt sich leichter bei einem Budweiser, Eiscreme oder einem Burger darüber nachdenken, wie Amerika wirklich sein könnte. Als Schutzmacht in Berlin waren sie mir auf jedem Fall auf Anhieb sympathisch. Das Volksfest – ein kleines Stück Originalität eines großen Landes. Dieses Land wurde später meine zweite Heimat. Und wenn es auch im Moment mit den Beziehungen unserer Länder nicht zum besten bestellt ist, auch wenn die große frühere Schutzmacht in der Stadt nicht mehr präsent ist – ein kleines Stück der Originalität eines großen Landes ist in dieser großartigen Stadt aber immer noch spürbar- das ist der Erfolg des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes – das gilt es zu behalten.

Tobias Brösdorf, Oberstleutnant, Bundesministerium der Verteidigung

Das Deutsch-Amerikanische-Volksfest finde ich gut, weil vor dem Hintergrund der tagesaktuellen sicherheits- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen unserer Tage eine Stärkung und Festigung der Bindung zwischen Deutschen und US Bürgern einen aktiven Gegenpol dazu bilden kann uns muss.

Die transatlantische Partnerschaft und Freundschaft hat uns in Europa, Deutschland und insbesondere in Berlin 73 Jahre Stabilität und Frieden garantiert.

Das deutsch-amerikanische Volksfest ist ein gesellschaftliches Event, welches gerade hier in Berlin ein deutliches Zeichen für interkulturellen Austausch. Offenheit und gutes Miteinander setzt, welches weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus wirkt.
Als in Berlin stationierter Soldat der Bundeswehr schätze ich die Veranstaltung nicht nur aus den genannten Gründen. Für mich als Soldat ist das gemeinsames Fundament einer freiheitlich demokratischen Grundordnung Antrieb und Ansporn. Und hierzu trägt das Volksfest bei.

Andreas Dorfmann, TV- und Radio-Moderator

Im September 1962, über ein Jahr nach dem Bau der Berliner Mauer, wurde ich im Westteil der Stadt – in Berlin-Wilmersdorf – geboren. In Charlottenburg / Westend wuchs ich auf. Um die Ecke lagen die ARD-Landesrundfunkanstalt SFB und der britische Soldatensender BFBS. Der britische Sektor war mein Zuhause und der „American Way of Life“ war mit den Bezirken Zehlendorf und Steglitz sowie den Ortsteilen Dahlem oder Lichterfelde (im amerikanischen Sektor) in greifbarer Nähe.

Mit 13 Jahren stand mein Entschluss fest, ich werde Fernseh- und Radio-Journalist. Besonders angetan hatte es mir der US-Soldatensender AFN, der Radio- und TV-Programme weltweit ausstrahlt. Allein in West-Berlin gab es zwei Radioprogramme (UKW und Mittelwelle) sowie das Fernsehprogramm von AFN Berlin. AFN-TV konnte man aber nur mit einer Zusatztechnik empfangen. Auch der amerikanisch-deutsche Rundfunksender RIAS Berlin, die „freie Stimme der freien Welt“, beeinflusste mit seinen Sendungen meinen Berufswunsch.

Besonders beeindruckten mich als Schüler die Live-Übertragungen des AFN vom „Deutsch-Amerikanischen Volksfest“. Auch der RIAS berichtete oft vom Hüttenweg in Berlin-Dahlem. Später flog ich in die USA und schaute mir Radio- und Fernsehsender vor Ort an, unter anderem war ich bei der ABC-Produktion „American Top 40“ in Los Angeles dabei. Viele Jahre hörte ich die Sendung beim AFN in Berlin. Hollywood ist für Fernseh- und Radiomacher noch immer der Gradmesser für erfolgreiche Formate, sprich einzelne Sendungen oder sogar Programmierungen ganzer Stationen.

Meine berufliche Laufbahn führte mich als freier Journalist und Moderator 1981 zunächst zum Sender Freies Berlin und Radio Bremen sowie 1987 als angestellter Redakteur zum RIAS Berlin bei RIAS 2. Nach der Wende wechselte ich zu RTL und zum ARD-Fernsehen des MDR. Zurzeit bin ich Chefredakteur beim Fernsehsender Potsdam TV und moderiere u.a. Nachrichtensendungen für Potsdam, das Land Brandenburg und Berlin.

Das „Deutsch-Amerikanische Volksfest“ findet heutzutage unweit des Flughafens Berlin-Tempelhof statt. Meine Frau Dorit und ich sind als Gäste auch 2018 wieder sehr gerne dabei.

Jacqueline Hainlein-Noack, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Schausteller e. V.

Das Deutsch-Amerikanische Volksfest finde ich gut, weil das Fest eine schöne und lange Tradition hat, weil wir mehr solche Veranstaltungen brauchen sowie Plätze dafür und weil damit Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Arbeitsplätze sind mir ganz besonders wichtig. Ich bin in der 4. Generation im Schausteller-Geschäft tätig. Meine Urgroßeltern begannen das Schaugeschäft mit einer Schiffschaukel, die Großeltern hatten eine Schaubude, das familiäre Kettenkarussell betreibt mein Bruder weiter. Wir sind eine echte Berliner Familie aus dem Osten der Stadt. Meine Urgroßeltern und Großeltern, ebenso meine Eltern zogen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht in den Westteil der Stadt, als das noch möglich war, weil sie den Heimatbezirk nicht verlassen wollten.

So wurde ich dann 1962 in der DDR geboren. Nach der Schulzeit begann ich im Betrieb meines Vaters zu arbeiten und blieb im Gewerbe bis heute. Da ich während der Schulzeit im Teichmannchor in Potsdam gesungen habe, war meine Stimme gut geschult auch für die Ansagen und Verkäufe auf dem Festgelände.  Ich heiratete 1980 Olaf Wollenschläger und unser Sohn Patrick wurde geboren. Die Ehe wurde geschieden nach der Verurteilung meines Ehemannes wegen Republikflucht. 1986 wurde meine Tochter Denise geboren, mit deren Vater ich damals zusammenlebte. 1989 machte ich mich selbstständig. Ich wurde auch Bildungsbeauftragte im deutschen Schaustellerbund (BERID), bis der sich zu einer Organisation der Fachberaterschaft entwickelte. Mein Partner, der Vater von Denise, baute sich ein Fahrgeschäft auf, und wir heirateten dann 2002. Leider ist er 2011 ganz plötzlich gestorben.

Aber die Geschäfte im Schaustellerbereich mussten weiter laufen. Ich habe alles übernommen, damit es weiter laufen kann. Ich habe heute immer noch zwei Firmen, und mein Sohn hat auch eine eigene. Die Buchführung für alle drei Firmen liegt in meiner Hand.

Den Vorsitz im IBBS e. V. habe ich übernommen, weil ich der Meinung bin, dass in der sich ständig ändernden Welt auch die Welt der Schausteller sich ändern muss. An diesem Entwicklungsprozess  beteilige ich mich, denn wer sich nicht rührt, geht unter.

Siegfried Helias, Kinder in Gefahr e.V.

Das Deutsch-Amerikanische-Volksfest finde ich gut, weil es so selbstverständlich zu Berlin gehört wie der John-F. Kennedy-Platz vor dem Rathaus Schöneberg und die Clayallee in Zehlendorf.  Mit Platz und Allee werden an zwei herausragende amerikanische Persönlichkeiten erinnert, die sich in schwierigen Zeiten um Berlin verdient gemacht haben.

Dass diese Zeiten durchaus  unbeschwerte  und fröhliche Momente  hatten, ist wiederum  auch  dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest zu verdanken, dem traditionellsten völkerverbindenden Fest in der Hauptstadt. Hier kamen sich von Anfang an die Menschen  näher und festigten die Grundlage für die Freundschaft zwischen den Berliner/innen und Amerikaner/innen.

Deshalb sollten wir alle mithelfen,  einen Ort zu finden, auf der dieses wunderbare Event mit seinem völkerverbindenden Gedanken eine dauerhafte Zukunft hat.

Beate Lau, Redakteurin

… weil es zu Berlins wechselvoller Geschichte gehört. Es ist für mich gelebte Geschichte, aber auch ein Kuriosum, das den Besuchern viel Freude bereitet. Gerade die alten Karussells zeigen, dass die Lebenswelt noch lange nicht vom Internet zerstört ist. Großartig!

 

Udo Lauer, Merlin-Presse-Berlin

Das Deutsch-Amerikanische-Volksfest (DAV)  finde ich gut, weil es von seinen Gründerväter Hans Powin und Harry Wollenschlaeger im Jahr des Mauerbaus, als Antidepressiva ins Leben gerufen wurde. Ludwig Erhard predigte im Bonner Bundestag: „Wichtig ist immer eine positive Stimmung!“ Nach meiner Bundeswehrzeit wieder in Berlin wollte ich die Gründerväter des DAV kennen lernen. Die Freundschaft dauert mit den Kindern der Gründer an. Das DAV steht für mich: entspannte Fröhlichkeit, über alle Grenzen hinweg und neues kennen zu lernen. Wie oft sah ich Politiker, die sich am Vormittag im Schöneberger Rathaus fetzten, abends sich zu prosten. Bei einem Gespräch für die Berliner-Morgenpost fragte ich Heinrich Lummer, damals Innensenator von (West) Berlin: „Herr Senator warum gehen Sie zu jedem Deutsch-Amerikanischen-Volksfest?“ „Hier kannst e sein! Hier bist Mensch!!“war seine Antwort. Ich finde so soll es sein. Darum wächst mein Fotoarchiv wohl ständig.

Auf das 57 DAV bin ich sehr gespannt.

Sapere Aude

Dr. Jan-Marco Luczak, Bundestagsabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg

… weil es in mir Kindheitserinnerungen weckt – genau wie bei vielen anderen Berlinern auch, die im ehemaligen Westteil der Stadt aufgewachsen sind! Der Duft von Zuckerwatte, das wunderbare Durcheinander von Musik und Lichtern, die Fahrgeschäfte und das Feuerwerk gehören zum Berliner Sommer und machen auch mich jedes Jahr wieder glücklich. Das Volksfest ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Berlin und zieht jährlich viele Tausend Besucher an. Ich bin glücklich, dass das wohl traditionellste unter den Berliner Festen in Mariendorf eine neue Heimat gefunden hat. Wir feiern die Deutsch-Amerikanische Freundschaft, die für Berlin eine ganz besondere Bedeutung hat. Auch wenn wir momentan turbulente Zeiten erleben,  in denen diese Beziehung auf die Probe gestellt wird, dürfen wir gerade jetzt nicht an dieser jahrzehntelangen Freundschaft zweifeln, sondern sollten uns ihrer stärker denn je versichern. Mit dem Fest erinnern wir an die wechselvolle Geschichte unserer Stadt und lassen uns von dem einzigartigen Freiheitsgefühl der Amerikaner berauschen. Viele helfen daran mit: Aussteller, Mitarbeiter und auch Förderer – ihnen allen sage ich Danke für das Lachen, dass sie in diesem Jahr schon zum 57. Mal in die Gesichter der Besucher zaubern.

Jan Martensen, Hotel-Manager

Ich finde das DAV gut, weil es eine schöne Tradition ist, die Menschen zusammen bringt und zusammen feiern lässt. Das Fest hebt die Vielfalt Berlins und die Vielfalt der Vereinigten Staaten hervor. Durch familiäre Bindungen und auch durch eine universitäre Ausbildung bin ich den USA sehr verbunden. Ich werde mir Hamburger, Hotdogs und das amerikanische Bier der Stone Brewing Company schmecken lassen.

Constanze Oeser, Marktfrau (Eier-Oeser)

Das Deutsch-Amerikanische Volksfest finde ich gut, weil

  • ich Volksfeste liebe,
  • sie so viel positive Energie verströmen,
  • ich auf dem Festplatz das Gefühl habe, zwischen Erde und Himmel zu schweben,
  • ich die vielen Menschen, die Begegnungen und die Freude miteinander über alles schätze,
  • insbesondere das Programm des DAV die Lebensfreude der Menschen nach dem Bau der Mauer wieder aufbauen half.